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Ratstelegramm Nr. 2 GGR vom 31.5.2017
 
 

Nicht verantwortbarer „Heimatschutz“
 
 

Der Gemeinderat will die bestens ausgewiesene und auf Gemeinderevisionen spezialisierte ROD Treuhand als Prüfungsorgan unserer Gemeinde abwählen und durch eine eher bisher in dieser Spezialbranche unbekannte, kleinere Gesellschaft ersetzen, mit Sitz in Gümligen. Einer der 10 Teilhaber wohnt in Zollikofen, ein ehemaliges SP- und GGR-Mitglied *), der nun beim Seitenwagen der SVP, dem „Komitee“ René Ritter (GGR-Mitglied SVP), mitmacht. Wie für das hiesige Gewerbe so gehandhabt, will der Gemeinderat auch für dieses hochsensible Mandat „Heimatschutz“ betreiben. Das ist Begünstigung wie von Bananenrepubliken bekannt. Trotz unserer Bedenken vorallem betreffend Datenschutz wird mit 18 JA- gegen 8 Neinstimmen dieses anrüchige Vorgehen gutgeheissen. – Nicht die ROD Treuhand ist zu ersetzen, sondern der seit 1.1.2001 im Gemeinderat vertretene Laien-Finanzvorsteher. Sein Vorgänger im Amt machte zu dieser Besetzung grosse Vorbehalte. Die Wiedereinführung der Amtszeitbeschränkung mittels Volksinitiative ist nötig.  
 
 

Die nächste GGR-Sitzung findet Ende August statt. Wir wünschen schöne Sommer- und Ferienzeit.
 
 

T. Oesch, GGR-Mitglied
 
 

*) Kein unbeschriebenes Blatt: Er und zwei auch zum „Komitee“ übergelaufene FDP-Mitglieder, hatten anlässlich der Volksabstimmung Überbauung Schäferei eine Falschmeldung betreffend den Verkehr im Wydackerquartier im MZ publiziert, was die Differenz von 65 Stimmen zugunsten der abscheulichen Stadtmauer vor dem Kleinquartier oben am Schlittelhang zur Folge hatte.
Ratstelegramm Nr. 2 GGR vom 26.4.2017
Ortsplanungs-Revision OPR
Nach drei Jahren Planungsprozedur steht die Genehmigung der OPR an. Vorgesehen ist ein Wachstum von 8 % in den nächsten 20 Jahren. Im heutigen Ist-Zustand sind die Grossüberbauungen Lättere und Schäferei schon inbegriffen, d.h. sie kommen noch dazu. Zusammen mit der inneren Verdichtung wird Zollikofen vollends zur unwohnlichen Stadt, indem die Einfamilienhaus-Zonen abgeschafft, in den Wohnquartieren die Geschossfläche um 20 % erhöht und die Grenzabstände verkleinert werden. Wir plädieren für gebremstes Wachstum, ohne Erfolg. Die Grünen wollen mit langem Gekähr die schon strengen Energievorschriften des Kantons verschärfen und dafür 20 % mehr Bauvolumen zugestehen. Auch wir lehnen ab; wir brauchen hier keine Trump-Towers. Der Rat setzt die 2006 vom GGR angenommene, missliche Motion der GFL zur sofortigen Einzonung des historisch wertvollen Landstuhls[1] ausser Kraft.
Weil trotz wichtiger Änderungen keine 2. Lesung stattfindet,   votieren wir für Rückweisung. Die Mehrheit des Rates genehmigt jedoch dieses Patchwork von Ortsplanung. Wenn kein Referendum innert 40 Tagen ergriffen wird, kann gemäss unserer neuen Gemeindeverfassung keine Volksabstimmung stattfinden, eigentlich beschämend. In Köniz z.B. können die Stimmberechtigten im Herbst über ihre OP-Revision abstimmen.
Die GFL Bern-Nord hatte anlässlich der Mitwirkung zuhanden der Regionalkonferenz mitgeteilt, dass die Steinibachmatte[2] und die Rütti bei Bedarf eingezont werden können (wie das Viererfeld der Stadt). In einer Abstimmung dazu haben u.a. Ittigen und Ostermundigen für die Einzonung der Rütti gestimmt, eine Mehrheit dagegen. Wir sind überzeugt, dass Zollikofen wie andere Agglomerations-Gemeinden, in 20-25 Jahren von der Stadt eingemeindet worden sind, weil nun dort die Grünen an der Macht sind. Muri winkte bereits ab.
T. Oesch, GGR-Mitglied


[1] In den 80er Jahren haben wir im Gemeinderat mitgeholfen, den Landstuhl auszuzonen.
[2] Diese Matte der Bernburger wurde mit unserer Initiative ausgezont, mit Schaffung einer Zone für Sport und Freizeit (Fussballfeld und Familiengärten).
 
© fdU Die Unabhängigen - für ein wohnliches Zollikofen (Aktualisiert 15.06.2017) Impressum Heute ist der um
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